Digitalisierung im Handwerk immer noch Neuland

Wie können Handwerksbetriebe die Digitalisierung nutzen?

Die digitale Transformation beherrscht die Schlagzeilen. Aber was genau meint der Begriff und welche Rolle spielen dabei digitale Plattformen und Handwerkersoftware für die Baustellendokumentation? Der WerkerApp-Blog klärt auf.

Digitale Transformation – was ist das?

Digitale Transformation ist die wertschöpfende Umwandlung von…

  • Prozessen (z. B. Baustellendokumentation)
  • Produkten (z. B. Mobiltelefon)
  • Dienstleistungen (z. B. Banking)
  • und Geschäftsmodellen (z. B. Handel)

…mithilfe moderner Informations- und Kommunikationstechnologien (z. B. dem Internet oder Software-Programmen). Ein paar Beispiele:

Prozesse: Wo früher viel Papierkram in Büros anfiel, setzen sich heute immer stärker Buchhaltungs-Software und Apps durch: Dateien ersetzen Aktenordner – so auch in der Baustellendokumentation.

Produkte: Du erinnerst dich an die alten Tastatur-Handys Anfang der 2000er Jahre? 2007 kam das erste iPhone auf den Markt und war eine Revolution: Touchscreen statt Tastatur, ein großer App-Store und beeindruckende Rechenleistung. Kurzum: eine wertschöpfende Umwandlung mithilfe moderner Technologie.

Dienstleistungen: Früher sind wir alle zur Bankfiliale marschiert, wenn wir Geld überweisen wollten oder Kontoauszüge brauchten. Heute erledigen immer mehr Menschen ihre Bankgeschäfte online – vom heimischen PC oder Smartphone aus. Weil Online-Banking bequemer und schneller ist, empfinden es viele als wertschöpfend.

Geschäftsmodelle: Wollten wir in den 1990ern eine Kaffeemaschine kaufen, besuchten wir einen Elektrofachmarkt (stationärer Handel). Heute schauen viele erstmal online bei Amazon (Online-Handel). Das Shopping verlagert sich immer stärker ins Web, weil es für viele einfacher und bequemer ist, vom Sofa aus einzukaufen als durch Fußgängerzonen zu rennen.

Bevor wir uns anschauen, wie sich all das im Handwerk bemerkbar macht, blicken wir auf die Größe und Bedeutung der Branche:

Die wirtschaftliche Bedeutung von Handwerksbetrieben

2019 veröffentlichte die Friedrich-Ebert-Stiftung die Studie „Das Handwerk wird digital“. Sie betont, wie wichtig Handwerksbetriebe für die deutsche Wirtschaft sind:

  • In rund einer Million Handwerksbetriebe sind ca. 5,5 Millionen Menschen beschäftigt.
  • Rund 363.000 Lehrlinge erhalten dort eine qualifizierte Ausbildung.
  • Damit sind 12,5 Prozent aller Erwerbstätigen im Handwerk beschäftigt und fast jeder dritte Lehrling wird in einem Handwerksbetrieb ausgebildet.

Es wird deutlich: Das Handwerk ist und bleibt ein volkswirtschaftlicher Grundpfeiler. Und so, wie Menschen früher in den gelben Seiten nach einem passenden Handwerker suchten, tun wir das heute immer öfter online. User nutzen dafür gerne das Angebot von digitalen Plattformen.

Das Handwerk und die Plattform-Ökonomie

Ob Amazon, Ebay oder Airbnb: Plattformen sind digitale Marktplätze, auf denen sich Angebot und Nachfrage treffen. Im Digital-Zeitalter können sie dank Netzwerk-Effekten zu mächtigen Geschäftsmodellen werden:

  • Je mehr Nachfrager es auf einer digitalen Plattform gibt, desto mehr Anbieter kommen auf diese Plattform.
  • Das funktioniert auch andersherum: Je mehr Anbieter es auf einer Plattform gibt, desto mehr Nachfrager werden kommen.
  • Im Erfolgsfall wachsen diese Plattformen sehr schnell und sehr stark (sog. exponentielles Wachstum).

Auch für das Handwerk haben sich digitale Plattformen etabliert, Beispiele sind MyHammer, wirsindhandwerk.de oder Blauarbeit. Bei Auktions-Plattformen erstellt der Kunde eine Beschreibung für die auszuführende Tätigkeit, auf welche registrierte Handwerker ein Angebot abgeben. Die Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung nennt folgende Vorteile:

  1. deutlich größerer Kreis möglicher Kunden
  2. klar erkennbare und vergleichbare Preise
  3. Zusammenarbeit mit anderen Handwerksbetrieben

Aber es gibt auch Nachteile:

  1. Der persönliche Kontakt zum Kunden geht verloren.
  2. Nicht alle rechtlichen Fragen des Plattform-Geschäftes sind geklärt (z. B. Eigentumsrecht oder Datenschutz).
  3. Handwerksunternehmen, die digitale Plattformen nutzen oder selbst aufbauen wollen, brauchen entsprechend geschulte Mitarbeiter.

Auch bleibt die Frage, inwieweit solche Plattformen reine Preisschlachten fördern und Qualität immer unwichtiger wird.

Digitalisierung: Chancen & Risiken für Handwerksbetriebe

Alles im Leben hat gleichzeitig positive und negative Seiten – das gilt auch für die Digitalisierung. Jedoch wäre es schade und von Nachteil, wenn du die digitale Transformation an dir vorbeiziehen lässt.

Du musst nicht gleich eine eigene digitale Plattform aufbauen, kannst aber damit beginnen, zum Beispiel mithilfe von Handwerkersoftware deine Prozesse zu digitalisieren. Wie wäre es mit der Baustellendokumentation? Unsere WerkerApp ermöglicht genau das!

Quelle & Link-Tipp:

(Bild: Wartung / Pixabay-Lizenz)

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